MEINE TOP 3 – Die besten Methoden für das erste Jahr

Ich habe schon viel darüber gesprochen, wie ich diese Wochen erlebt habe, und ich habe Übungen beschrieben, die hilfreich sein können.

Nächste Woche werde ich auch noch darauf zu sprechen kommen, welche Übungen dir besonders geholfen haben und wie du sie auch weiterhin gut umsetzen kannst.

Meine persönlichen Lieblingsübungen möchte ich in dieser Woche mit dir teilen. Die meisten davon werden dir schon bekannt vorkommen. Es sind meine Highlights und Evergreens, wenn es um neue Herausforderungen geht.

Meine Lieblingsübung: Achtsamkeitsübungen

Im Laufe des Jahres haben wir schon einige Achtsamkeitsübungen gemeinsam durchgeführt. Ich liebe die Achtsamkeit, weil sie den Augenblick bewusst macht und Raum für neue Erfahrungen schafft, die sonst durch Gewohnheiten ausbleiben.

Diese neuen Erfahrungen finde ich großartig. Auch heute erinnere ich mich am besten an die Momente, wo ich meinem Kind gegenüber ganz achtsam war. Wie ich achtsam ihren kleinen Körper beobachtet habe oder den Moment des Stillens bewusst wahrgenommen habe.

Das innerliche Beschreiben und nicht Werten erforderte eine Menge Übung. Aber das war eine Sache, die ich in meinem Leben gelernt habe, die sich wirklich gelohnt hat. Gerade am Anfang hat mich förmlich schockiert, wie schnell ich alles bewerte und wie automatisch das geht. „Das ist eine schöne Lampe.“ – „Das ist ein unbequemer Stuhl.“ – „Das ist ein anstrengender Weg zu Laufen.“.

Sich davon ein Stück zu lösen und somit auch stressvollen Situationen mit dem Baby besser zu begegnen, war wirklich eine der Sachen, die mich im ersten Jahr gerettet haben. Ich führe die Übungen immer weiter und verändere sie oder lerne auch immer wieder neue dazu.

Im Alltag lassen sich überall Achtsamkeitsübungen einbauen. Besonders mag ich heute, meine eigenen Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und Dinge anders als immer zu machen. Dabei kann ein Kind natürlich hilfreich sein, denn diese bringen einen ja oft von dem gewohnten Weg ab. Der Weg zum Auto kann plötzlich ewig dauern, weil jede Blume und jeder Stein interessant ist. Sich darauf einzulassen und die Welt gemeinsam neu zu entdecken ist wunderbar (es sei denn man muss dringend und schnell zu einem Termin, aber auch dann nutzt die Eile in dem Moment oft nichts).

Darüber hinaus fahre ich manchmal einen anderen Weg zur Kita oder verändere meine Tagesroutine in kleinen Dingen. Dadurch erlebe ich Neues, auch wenn sich eigentlich nichts ändert.

Im Mamamindful Journal kannst du deine liebste Achtsamkeitsübung notieren, falls du welche hast.

Mein Platz zwei: Selbstansprache

An vielen Stellen habe ich schon über positive Selbstansprache gesprochen und es gibt viele Worksheets dazu. Ich weiß aus vielen Therapien, dass dies eine der stärksten Übungen ist, auch wenn sie vermeintlich so unscheinbar ist.

Daher sind im Mamamindful Journal auch die Affirmationskarten zu finden.

So wie wir mit uns selber sprechen, so haben wir auch einen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Die innere Stimme hat sich schon seit der Kindheit in uns entwickelt. Oft hören wir noch unsere eigenen Eltern in uns, und oft entwerten wir uns für das, was wir tun. Diese Selbstansprache ist von uns gut geübt und stabil. Das heißt aber nicht, dass sie sich nicht weiterentwickeln kann.

Dafür braucht sie aber Hilfe, und diese einfache Form der Hilfe kann durch die bewusste positive Selbstansprache erbracht werden. Dafür ist es wichtig, dass sie regelmäßig angewendet wird. Wenn ich den ganzen Tag nur negativ mit mir spreche und dann einmal einen positiven Satz sage, werde ich ihn erstens kaum glauben können und zweitens wird er in der Flut der negativen Sätze ganz untergehen.

Daher empfehle ich, darauf zu achten, wie wir in Gedanken mit uns selber sprechen, und dann diesen Umgang nach und nach zu verbessern. Positive Selbstansprache gehört hier auf jeden Fall dazu und ist ein wichtiger Teil der inneren Stimme.

Für alle möglichen Situationen habe ich mir positive Selbstansprachen überlegt. Manche habe ich sorgsam vorbereitet und schaue sie mir an, manche entwickle ich vor oder in der Situation.

Hängt deine Lieblings-Selbstansprache an deinem Kühlschrank oder am Badezimmerspiegel? Wenn nicht, wird es vielleicht höchste Zeit. Im Mamamindful Journal habe ich noch ein Worksheet für dich eingefügt. Ein liebevoller und wertschätzender Umgang mit sich selbst ist schließlich die Basis für vieles weitere.

Mein Platz 3: Das Positivbuch

In einem vergangenen Artikel habe ich schon diese tolle Übung vorgestellt, die auf viele verschiedene Arten modifiziert werden kann.

Bei dieser Übung geht es darum, sich jeden Tag drei Dinge herauszugreifen, für die man sich wertschätzt, die man gut gemacht hat, die einem gefallen haben oder die eine Freude bereitet haben. Worauf der Fokus gelegt wird, ist von der jeweiligen Situation abhängig und davon, was mit dem Notieren bewirkt werden soll.

Ähnlich wie bei der positiven Selbstansprache geht es hier auch darum, das Gehirn auf die guten Dinge zu lenken. In manchen Situationen fällt einem dies leicht, in manchen Situationen scheint kein einziges Bisschen Gutes zu finden zu sein.

Ich nehme ich mir mein Journal (fast) jeden Tag vor. Das Beste daran ist, dass es meistens nur wenige Minuten dauert. Und dabei einen wirklich guten Effekt hat. Es gibt also kaum eine Ausrede, um nicht direkt loszulegen. Daher habe ich im Mamamindful Journal für diese Woche ein paar Seiten dazu erstellt, damit du direkt starten kannst.

Meist notiere ich darin, was an dem jeweiligen Tag das Schönste war. Es ist wirklich interessant, wenn ich mir dieses Buch heute anschaue. An vielen Tagen im ersten Jahr mit meiner Tochter waren scheinbar nicht sehr viele positive Dinge, so habe ich es zumindest erlebt. Die ganze Überanstrengung hat meine Freude über das Kind seht getrübt.

Wenn ich heute diese Seiten lese, dann erinnere ich mich gut an die Lebenssituation und bin auch von mir begeistert, was mir alles an positiven Dingen aufgefallen ist. Als Beispiel:

  • Heute habe ich es zum Supermarkt hin und zurück geschafft, ohne dass meine Tochter geschrien hat.
  • Heute hat sie eine halbe Stunde Mittagsschlaf gemacht und sich in meinen Arm gekuschelt.
  • Heute habe ich einen relativ heißen Kaffee getrunken.
  • Heute gab es Pizza.
  • Heute habe ich das erste Schneeglöckchen gesehen.
  • Heute war ich lange duschen.

An manchen Tagen scheint es, als gäbe es nichts Positives. Doch immer gibt es eine Kleinigkeit, die erwähnenswert ist, und sei sie noch so klein. Und wenn der Fokus auf das Gute gelegt wird, verstärkt auch das gute Gefühl – natürlich mit der Zeit.

Nachdem ich jetzt das Geheimnis um meine Top 3 gelüftet habe, bin ich schon gespannt auf deine Lieblingsübungen in der nächsten Woche.

Wenn du die Worksheets und Infosheets direkt anschauen möchtest, klicke hier.


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