VEGANE WAFFELN – Playdates ausrichten

Meine Tochter erwies sich schnell als geselliger Mensch. Sobald sie sprechen konnte, begann sie, alle verfügbaren anderen Kinder einzuladen. Ohne Scheu und ohne Frustration.

Bevor sie sprechen konnte, erledigte ich diese Aufgabe. Dank meiner neuen Kontakte (Woche 33) war ich im Begriff, noch eine neue Erfahrung in meinem Leben zu machen: Playdates.

Wie bei allen neuen Aufgaben im Leben musste ich mich vielen Herausforderungen stellen. Wie aufgeräumt muss die Wohnung sein, um jemanden einzuladen? Was bietet man als Snack an? Was passiert mit dem ganzen Spielzeug, muss ich vorher besonders beliebte Sachen verstecken? Muss ich den Nachbarn Bescheid geben, dass eine Lautstärke wie bei einer Studentenparty herrschen wird?

Ich erinnere mich genau daran, als der erste Kinderbesuch auf der Matte stand. Ich kannte weder die Mutter besonders gut, noch das Kind. Es war ein bisschen wie ein erstes Date mit Hindernissen. Zum Glück bin auch ich ein geselliger Mensch. Aber die Anspannung war uns beiden Müttern deutlich anzumerken.

Ich hatte extra vegane nuss- und zuckerfreie Muffins gebacken – man weiß ja nie. Eine der vielen Dinge, die ich auch nie erwartet hatte. Ich habe so viel gebacken in meinem Leben, ich liebe es. Meine Kollegen hatten an meinen wilden Kreationen immer ihre helle Freude. Doch all die Fähigkeiten schienen wie weggeblasen bei der Herausforderung, etwas schmackhaftes ohne Zucker und Ei herzustellen.

Die Kinder versetzten meine sorgsam vorher aufgeräumte Wohnung in Windeseile in Schutt und Asche. Dauernd fielen Duplosteine auf den Boden, Kisten mit Spielzeug wurden umgekippt und wir Mütter versuchten, unsere Kinder von Streitigkeiten um ein Auto oder Gefahrenquellen abzuhalten.

Nach zwei Stunden brüllten alle und das Date war beendet. Ich hatte keinen Satz wirklich zu Ende gesprochen und war erledigt. Meine Tochter hingegen war begeistert und wollte „nochmal“.

Immer anders

Inzwischen habe ich viel Zeit in (zu Beginn) super aufgeräumten Wohnungen verbracht. Ich habe beobachtet, wie diese schönen Wohnungen von Kindern verwüstet wurden. Wie auf Betten gehüpft und Trinkbecher auf teure Designerteppiche ausgekippt wurden.

Jedes Treffen war anders und sie sind es heute auch noch. Und vorwegnehmen möchte ich noch: inzwischen können wir Mütter sogar am Tisch sitzen und Kaffee trinken. Und uns unterhalten. So richtige Sätze. Mehrere hintereinander. Manchmal sogar mehrere Themen.

Letzte Woche war ich zu Besuch bei Natalia. Also eigentlich war meine Tochter zu Besuch bei ihrem Sohn. Wir haben über eine Stunde am Tisch gesessen und uns nicht über Kinder unterhalten. Der Kaffee war heiß, das Gespräch interessant. Ab und zu stürmte ein Kind rein, schnappte sich einen Snack oder fragte was. Dann lauschten wir wieder mit einem Ohr dem Krach aus dem Kinderzimmer und wandten uns wieder uns zu.

Gelernt habe ich allerdings: wenn es allzu still wird, dann wird meist Blödsinn gemacht (unsere Filzstift verzierte Tapete kann ein Lied davon singen, oder die neue Frisur von Ella dank Kinderschere).

Playdates überleben

Heute liebe ich die Playdates. Aber gerade zu Beginn wäre ich sehr dankbar gewesen, hätte ich einige Dinge vorher bedacht:

  • Gelassenheit üben. Es kommt eh anders als man denkt.
  • Zeitlich begrenzen. Meist reichen zu Beginn 1-2 Stunden bevor die Kinder genug haben und erschöpft sind.
  • Snacks mitbringen oder anbieten. Am besten vorher nach Unverträglichkeiten fragen.
  • In Maßen aufräumen. Kaum eine Mutter glaubt, dass es immer super aufgeräumt ist in einer anderen Wohnung.
  • Lieblingsspielzeug vorher verschwinden lassen oder eine Kiste mir Spielzeug machen, mit der gemeinsam gespielt werden kann.

Babysnacks

Und noch ein Wort zu den Snacks. Die beiden besten Freunde meiner Tochter haben beide Einschränkungen: einer darf keinen Zucker, der andere darf keine Nüsse essen. Damit schränkt sich die Auswahl der zu snackenden Lebensmittel stark ein. Was ich mitbringe ist daher meistens Gurke und Salzstangen ohne Aufstreusalz. Nicht gerade ein köstlicher Snack am Nachmittag.

Deshalb liebe ich inzwischen meine veganen Muffins und selbstgemachte Fruchtschnitten, denen ich am Anfang doch recht kritisch entgegen stand. Inzwischen habe ich mich an den Geschmack gewöhnt. Oder ehrlich: ich mag die richtig gerne. Auch für die Kitabrotdose sind die Rezepte wunderbar geeignet.

Und obwohl es etwas off topic ist, teile ich meine Rezepte mit dir im Mamamindful Journal. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das tun soll. Schließlich bin ich damit endgültig in der Hausfrauentipps-Brigitte-Mütterandenherd-Schiene gelandet. Und dabei plädiere ich doch stets dafür, dass wir Frauen eben nicht in diese Schublade abrutschen.

Daher nimm es mir nicht übel, dass ich das doch mache. Ich sehe es eher als einen Tipp für die selbstbestimmte Frau, die sich für gesunde Ernährung interessiert. Darüber hinaus ist es nicht nur ein super Snack für das Kind, sondern auch für die Mama, wenn einen der Hunger zwischendurch überfällt.

Wenn du die Worksheets und Infosheets direkt anschauen möchtest, klicke hier.


0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.