LET´S PLAY – Die besten Spielsachen für Babys

Meine Tochter war immer sehr fordernd. Sie war interessiert an der Welt, wollte Dinge entdecken, sie wollte nicht schlafen oder liegen, sie wollte bespaßt werden.

Ich beschäftigte mich rund um die Uhr mit ihr. Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mir immer Freude bereitet hat. Gefühlte Ewigkeiten ein Greifling vor die Nase halten, immer wieder Kuscheltiere aufheben oder Steckdosen und andere interessante Teile der Wohnung verbieten: ich war manchmal einfach mit meinem Latein am Ende.

Bei all der Überanstrengung war ich auch so eingeschränkt in meinen Handlungsmöglichkeiten, dass ich mich manchmal regelrecht unterfordert fühlte. Heute weiß ich, dass es dafür auch noch ein Wort gibt: „bore out“. Viele Mütter leiden ironischerweise an sowohl einem „burn out“ als auch einem „bore out“. Wobei, ironisch ist das eigentlich nicht. Es ist eher tragisch.

Mein Kind hatte, wie die meisten Babys, eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Sie beschäftigte sich nicht mit einem Teil, sondern schien sich immer wieder neuen Input zu wünschen. Damit ist sie nicht alleine- die meisten Kinder sind so, und das gehört zu einer gesunden Entwicklung dazu.

Ich durfte mich auch nie entfernen, ohne dass sie ihren Unmut lautstark kundtat. Also hielt ich wieder bunte Dinge vor sie hin.

Mir ist klar, dass sich Kinder erst einmal in dieser Welt orientieren müssen. Von Null kommend erfordert das Leben auf unserem Planeten eine Menge an Anpassungsleistungen. Dass die Mutter als primäre Bezugsperson hier natürlich eine wichtige Rolle spielt, ist vollkommen klar.

Und wir müssen auch nicht diskutieren, dass die Fähigkeiten, die im ersten Lebensjahr erworben werden, absolut beeindruckend sind.

Was sich wirklich lohnt

In unserem Falle waren wir gesegnet mit einer Fülle von Spielzeugen aus dem Fundus meiner Schwester, die alles in guter Hoffnung auf eine Nichte aufgehoben hatte.

Weil die Tage und insbesondere die Wachphasen lang waren, schöpfte ich aus den Vollen. Wir hatten so viele Spielsachen, dass ich gar nicht wusste, was ich zuerst anbieten sollte.

Im Vorfeld hatte ich mir eigentlich überlegt, möglichst Spielzeugfrei auszukommen. Meine Überzeugung war, dass die Welt mit all ihren Reizen schon anregend genug für ein Kind sein würde und dass der Aufbau der Bindung keine besonderen Spielzeuge bedürfen würde.

Ich hätte mir allerdings denken können, dass dies ein ehrenwerter, aber nicht umsetzbarer Wunsch war. Bei einer Nichte und einem Neffen, zwei Tanten und den Großeltern war eigentlich klar, dass ich in einer Flut von Spielzeug versinken würde.

Meine gegebene Situation ermöglichte es mir allerdings, diverse Spielzeuge auszuprobieren. Immerhin sollen diese ja auch die Entwicklung fördern und das ließ ich mir nicht zweimal sagen. So leistungsorientiert wie ich als Person bin, wollte ich natürlich auch jede Form der frühkindlichen Förderung ausprobieren.

Die Ergebnisse meiner Recherche sind wenig verwunderlich. Trotzdem möchte ich sie teilen. Und auch wenn es sehr individuell ist, habe ich meine Favoriten gesammelt:

Auch ich besitze noch meinen ersten Teddy. Daher war es vollkommen klar, dass meine Tochter diese Liebe auch erfahren sollte.

Je bunter, je besser! Die Motorik wird gefördert, das Interesse geweckt- einfach ein ideales Spielzeug.

In jedem Haushalt mit Baby steht ein Spielebogen. Warum? Weil sie einfach genial sind. Es gibt viel zu entdecken, Hand-Auge-Koordination wird gefördert, und später hat sich meine Tochter daran hochgezogen. Ein Teil, was sich wirklich gelohnt hat.

Ob selbstgenäht oder gekauft- gerade wenn gelernt wird, den Kopf zu heben, ist es prima viele Dinge auf dem Boden zu sehen und zu erleben. Zusätzlich ist der Fußboden nicht so kalt und das Baby ist gut geschützt.

Unkaputtbar, interessant und vielseitig einsetzbar: unterwegs und zu Hause ein gern genommenes Spielzeug.

Eines der günstigsten und besten Geschenke waren die Stapelbecher. Die machen lustige Geräusche, können zu Türmen gebaut werden, in der Badewanne oder im Sandkasten und später sogar in der Puppenküche verwendet werden.

Ein Klassiker. So simpel und so genial. Unsere Tochter hat ihn geliebt und tut es noch.

Warum Sandkästen so toll sind? Da werden lauter Babyfähigkeiten ausgebildet. Das Spiel mit Wasser und Sand macht einfach Spaß. Und Hand aufs Herz: wer freut sich heute nicht auch noch, wenn man einen perfekten Sandkuchen hinbekommt.

In Bewegung zu kommen, auch wenn man kaum Laufen kann- und dabei noch kindgerecht.. nicht ohne Grund ist ein Hobbycar in fast in jedem Kinderhaushalt zu finden.

Ein Hoch auf Duplo! So kreativ, so lehrreich, meiner Meinung nach eines der besten und auch lange benutzbaren Spielzeuge, die ich kenne.

Mehr hätten wir nicht gebraucht. Alle niedlichen Schnuffeltücher, von denen wir eine Menge zur Geburt geschenkt bekommen haben, liegen bis heute neuwertig in der Erinnerungskiste. Einen Beißring lehnte meine Tochter leider ebenso ab wie eine Spieluhr.

Das Activity Center (was für ein Wort!) hingegen war sein Geld absolut wert, und eines der allerbesten Dinge bis heute sind die Plastikspielebecher, die so multifunktional verwendet werden können.

Was meine Person betrifft, so fand ich diese Art zu Spielen sehr anstrengend. Es mag Frauen geben, die dies besser können. Ich hingegen freute mich schon auf die Zeit, wenn ich endlich ein Puzzle oder ein Gesellschaftsspiel mit meinem Kind machen könnte.

Weitere Beschäftigung

Neben dem Spielzeug ist die Beschäftigung mit dem Kind, beinahe egal in welcher Art der Aufmerksamkeit, elementar wichtig für die Entwicklung. Da die Grundsteine für die Bindungsfähigkeit in dieser Zeit gelegt werden, kann die Zuwendung nicht übertrieben sein. Und da sich die ganzen kognitiven, motorischen oder verbalen Fähigkeiten in rasantem Tempo entwickeln, kann auch eine Förderung nicht schädlich sein.

Dennoch bleibe ich bei meiner Einschätzung vom Anfang: kein Kind braucht Unmengen an Spielzeug. Ein Blatt, eine Wiese, eine Plastikflasche oder ein Karton sind wunderbare Spielzeuge mit großem Lerneffekt. Natürlich muss alles kindgerecht ohne spitze Kanten, Kleinteile oder ähnlichem sein. Und wenn das so ist, kann man fast mit allem Spielen.

Geduld üben

Für mich als Mutter bestand die Lernerfahrung vor allem darin, dass ich eine unglaubliche Geduld entwickelte. Ich besann mich auf meinen Lieblingssatz „Es ist alles nur von begrenzter Dauer.“ Und hoffte darauf, dass die Menschen recht hatten die zu mir sagten „Irgendwann wirst du die Zeit vermissen!“.

Ich habe die Zeit bis heute nicht einmal vermisst. Vermutlich werde ich das auch nie tun. Denn ehrlich, wer sehnt sich nach einer Zeit des Schlafentzuges, stetiger Anspannung und Sorge, Bergen von Aufgaben und Pflichten und Dauergezeter zurück?

Ich hätte es auch meiner Einschätzung nach nicht besser machen können. Ich habe mich maximal mit meinem Kind beschäftigt.

Was sich lohnen kann, ist allerdings eine Überprüfung der Art der Beschäftigung. Und damit befasst sich die Übung im Mamamindful Journal in dieser Woche. Schau direkt rein!

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