Stuhlgang Baby: Wie oft ist normal?

Stuhlgang Baby: Wie oft ist normal? Wie muss die Verdauung aussehen?

Diese Woche nehmen wir uns ein Thema vor, was nicht direkt mit dem Wohlbefinden der Mutter zu tun hat- eher indirekt. Weil es mich jedoch so massiv beschäftigt hat, bekommt es eine eigene Woche.

Schon bevor ich mein Kind bekommen habe, habe ich über Windeln nachgedacht. Wie würde das sein, sich so viel mit Exkrementen zu befassen? Dank meiner langjährigen Arbeit im Krankenhaus war ich es gewohnt, in jeder Visite mindestens einmal, meistens mehrfach über den Stuhlgang von Menschen zu sprechen.

Verdauung beim Baby: Wie oft ist normal?

Ich wollte aber auf keinen Fall eine Mama sein, die sich mit anderen Mamas über den Stuhlgang ihres Kindes unterhält.

Kaum war ich Mama, stellte ich folgendes fest:

  1. Die Verdauung des Kindes ist ein elementares Thema und steht in unmittelbaren Zusammenhang zum Wohlbefinden von Mutter und Kind.
  2. Ich hatte das Bedürfnis meine Erlebnisse mit anderen Müttern zu teilen.

Also sah ich mich plötzlich Häufigkeit und Beschaffenheit des Stuhlganges meines Kindes diskutieren, Tipps austauschen und viele viele viele Windeln kaufen.

Das Wickeln machte mir erstaunlich wenig aus. Ich hätte gedacht, dass es schlimmer sei. Wobei, von „aromatischem Stuhl“ kann ich leider nicht berichten.

Bei der Frage nach dem Stuhlgang Baby, wie oft jetzt normal sei, hatte ich Hilfe von meiner Hebamme. Sie beruhigte mich mit dem Satz: „Bei Stillkindern ist alles normal. Zwischen 7 Mal am Tag bis zu einmal alle 7 Tage.“.

Das Geschäft meines Kindes stellte eines meiner Hauptgeschäfte dar. Schnell entdeckte ich drei Möglichkeiten, um auf die Verdauung des Kindes Einfluss zu nehmen:

  • Meine Ernährung
  • Hausmittel
  • Medizinische Mittel.

Deine Ernährung bestimmt den Stuhlgang beim Kind

Durch die Muttermilch gelangen die selbst mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe in das Kind. Und sogar der Geschmack der Muttermilch verändert sich je nach dem, was gegessen wurde. Mit anderen Worten: was für mich leicht verdaulich war, war auch für mein Kind leicht verdaulich.

Daher sollten vor allem auf dem Speisenplan stehen:

  • Gemüse
  • Obst
  • Ballaststoffe
  • Fisch
  • Fleisch
  • Und natürlich viel Wasser und Kräutertee trinken (kein Salbeitee, der hemmt den Milchfluss)!

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ohne viel processed food ist das Beste für dich und dein Kind. Du brauchst die Energie genauso, denn gerade jetzt ist der Körper ja noch mehr gefordert.

Sorge dich um dich, dann sorgst du für dein Baby

Auch das hat mit der eigenen Selbstfürsorge zu tun! Zwar sollte die Ernährung auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt sein, allerdings auch auf die eigenen Bedürfnisse. Es sollte unbedingt dafür gesorgt werden, dass der eigene Körper die beste Versorgung erhält.

Und das ist unabhängig davon, ob du eine Stillmami oder Flaschenmami bist.

Damit meine ich nicht, streng auf alles was „Spaß“ macht zu verzichten. Ich habe kaum nie lieber eine Pizza gegessen als im Halbschlaf mit Kind an der Brust. Und der Zucker-Energieschub von Schokolade hat mich vor manch einem Sekundenschlaf gerettet.

Dennoch bleibt die Ernährung ein elementarer Faktor bezogen auf das Wohlbefinden der Mutter. Übrigens: aufgrund des erhöhten Kalorienbedarfs und der Beanspruchung des Körpers ist von einer Diät in der Stillzeit unbedingt abzuraten! Dafür ist später noch genug Zeit.

Das sorgt für schlechten Stuhlgang beim Baby

Einige Lebensmittel werden von Babies jedoch nicht gut vertragen, dies kann allerdings stark von Kind zu Kind variieren. Daher lohnt sich tatsächlich ein ausprobieren. Blähungen, Verstopfung oder Durchfälle können die Folge von nicht vertragenen Lebensmitteln sein.

Vorsichtig sein solltest du deshalb mit Lebensmitteln wie:

  • Kohl (Brokkoli, Blumenkohl, Weißkohl etc.)
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Hülsenfrüchte
  • Scharfe Gewürze
  • Kohlensäure

Hausmittel für die gute Verdauung des Babys

Da ich im Krankenhaus gearbeitet habe, habe ich eine grundweg positive Einstellung zu den medizinischen Errungenschaften, und von Natur aus bin ich eher skeptisch gegenüber Hausmittelchen. Ich habe oft erlebt, dass behandlungsbedürftige Erkrankungen durch eigene Behandlungversuche sehr schlimm verlaufen sind.

Meinem Kind wollte ich jedoch keine Medizin geben. Plötzlich wollte ich mich doch mit dem auseinandersetzen, was „man als Mutter so macht“. Geholfen haben mir dann diese Empfehlungen:

  • Fenchel Tee

Das Milchpulver mit Fenchel Tee* statt mit Wasser anrühren. Eine der besten Ratschläge, die ich je bekommen habe!

  • Babymassage

Dazu den Bauch des Babys massieren, am besten mehrfach am Tag zum Beispiel bei jedem Wickeln auf dem Wickeltisch. Kreisförmige Bewegungen im Uhrzeigersinn unterstützen die Darmbewegungen und wirken entspannend.

  • Radfahren

Die Mobilität des Darms dadurch anregen, mit den Beinen des Babys Bewegungen wie beim Radfahren zu vollziehen. Dies wirkt im Prinzip wie ein Spaziergang nach dem Essen.

Medizinische Unterstützung für die Verdauung Baby

Bei Unsicherheiten bezüglich des Stuhlganges ist immer besser die Ärztin oder Hebamme zu fragen. Nur diese können das Kind untersuchen und eine fundierte Einschätzung abgeben, welche medizinischen Mittel anzuwenden sind.

Immer wieder Thema: Wie oft, wie viel und wie

Das Thema Verdauung und Blähungen beschäftigt viele Mütter in der ersten Zeit, auch wenn die gefürchteten „Drei Monats Koliken“ auftreten.

Da der Darm des Babys sich erst entwickeln muss, ist es nicht verwunderlich, dass die kleine Wesen mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Auch später, zu Beginn der Beikosteinführung, ist Verdauung noch einmal ein heißes Thema. Und noch später, wenn die Windel verschwinden soll.

Ich habe mich schließlich damit abgefunden, dass die gute Verdauung meines Kindes große Freude in mir auslöste und dass ich mich gerne darüber unterhielt. Was ich allerdings nicht gerne mochte, war der Geruch von stinkenden Windeln im Kinderzimmer. Ich habe mir erst später einen grandiosen Windelmülleimer* angeschafft. Auch eine der besseren Investitionen rund um die Babyausstattung.

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