Haushalt mit Baby – Chaos an allen Fronten

Als meine Tochter geboren wurde, wohnte ich noch in Berlin und mein Freund in Osnabrück. Ein Teil meiner Sachen war noch in meiner Wohnung geblieben, die wichtigsten Dinge hatte ich bereits nach Osnabrück geholt.

Es standen Kisten überall, und die Wohnung war auch noch nicht fertig eingerichtet, es war ein einziges Chaos.

Wenn ich an die erste Zeit mit dem Baby zurückdenke, dann sehe ich mich stillend auf dem Sofa sitzen, auf die Kisten starren und denken: ich muss jetzt mal was schaffen.

Da meine Tochter aber andere Pläne hatte und rund um die Uhr meine ganze Aufmerksamkeit einforderte, blieb es bei diesem Gedanken und keine Taten folgten. Es hat mich massiv gestört.

Ordnung im Griff – Wie geht´s?

Selbst wenn man nicht gerade im Umzug begriffen ist: die Haushaltsführung mit einem Säugling ist nahezu unmöglich. Sofern nicht einer der beiden Partner ein absoluter Experte in diesem Gebiet ist, bleibt eine Menge liegen.

Meine Hebamme sagte zu mir: „Wenn ich zu jungen Eltern in die Wohnung komme und die ist perfekt aufgeräumt, dann frage ich mich, was hier nicht stimmt.“ Und ich glaube, sie hat auch damit recht.

So viel Zeit geht drauf für Fläschchen oder Milchpumpenzubehör sterilisieren (und das steht alles irgendwo rum) oder die Wäscheberge (unglaublich!). Die aktuellen Aufgaben des Tages haben es mir vollkommen unmöglich gemacht, überhaupt zu etwas Fortgeschrittenerem wie Putzen oder Staubsaugen vorzudringen.

Zusammengefasst: Ich war überfordert und unzufrieden.

Es musste was geschehen!

Wieder einmal beschritt ich zwei Wege, um mit dem chaotischen Haushalt mit Baby fertig zu werden:

  • Ich wollte lernen, gelassener zu sein und die Situation besser zu akzeptieren.
  • Ich wollte sinnvoller die anfallenden Arbeiten erledigen.

Gelassener dem Haushalt gegenüber werden

Um das, was ich scheinbar nicht ändern konnte, besser auszuhalten, wollte ich gerne einen Kernsatz der Achtsamkeit und Meditation anwenden. Diese ist (zunächst) denkbar einfach und besteht eigentlich nur aus dem einzigen Satz:

„Es ist, wie es ist.“

Da ich in der Nähe von Köln aufgewachsen bin, ist mir dieser Satz aus dem Kölschen Grundgesetz vertraut.

„Et es, wie et es.“

Wie wahr die Kölner sprechen! Denn manchmal kann man eine Situation nicht ändern. Und manchmal sollte man auch nicht bewerten, in was für einer Lage man sich gerade befindet.

Ziel der Achtsamkeit ist ja das bewusste Leben des jetzigen Augenblickes, ohne ihn zu bewerten (egal ob positiv oder negativ).

Ich wollte mir wirklich nicht das „Hier und Jetzt“ dadurch kaputt machen, dass ich dauernd ärgerlich darüber war, wie meine Wohnsituation und mein Haushalt mit Baby war.

Haushaltsführung beginnt im Kopf

Jedes Mal, wenn ich mich bei einem solchen Gedanken ertappte, sprach ich mir den Satz vor: „Es ist, wie es ist.“. Ich machte einen inneren Deal mit mir, dass ich noch genügend Zeit in meinem Leben in einer ordentlichen Wohnung verbringen würde und dass ich schließlich lange genug eine perfekte Wohnung hatte. Daher bräuchte ich mich auch nicht aufzuregen.

Das ist natürlich weit weg von Meditation oder einem achtsamen Lebensstil. Aber es trifft genau den Kern und den Grundgedanken dieser Ansätze. Und es stetig zu üben, sei es nur durch eine Selbstansprache, ist schon ein großer Schritt auf dem Weg zu mehr Achtsamkeit im Leben.

„Jetzt ist es so, wie es jetzt ist.“

Strukturplan für den Haushalt

Als zweites überdachte ich meine Art, den Haushalt zu führen (im Moment führte er mich). Ich wollte schließlich nicht jede freie Sekunde irgendwelche Aufgaben erledigen, ich wollte auch mal schlafen. Ich wollte auch mein knötterndes Baby nicht liegen lassen, sondern ich wollte es tragen.

Also blieb mir nicht viel übrig, als einen Strukturplan zu machen. Dafür eignet sich am besten ein Vier-Felder-Schema. Dies findet ihr in eurem Mamamindful Journal.

Sinnvolle Helfer für die Ordnung anschaffen

Neben diesem Schema habe ich mir allerdings auch Hilfe gekauft. Zwar keine Putzfrau (immer noch mein Traum seit ich denken kann, aber ich bin zu sparsam), aber alle möglichen Haushaltshilfen, die der Markt mir zu bieten hat.

Die beste Anschaffung war ein Trockner*. Ich liebe ihn. So sehr. Dieses Aufhängen der winzig kleinen Teile und das ewige Nicht-Trocknen im Winter haben mich so genervt. Und so viel Zeit gekostet (waren Dringlich/Wichtige-Aufgaben).

Der Trockner hat mein Leben so viel besser gemacht. Vielleicht bin ich jetzt ein bisschen dramatisch und überengagiert, aber jeder der einen gekauft hat wird es mir bestätigen.

Außerdem habe ich mir einen elektrischen Staubsauger* zugelegt. Besser gesagt, mein Freund. Der hat davon schon immer geträumt. Und endlich hatte er eine Ausrede dafür, den zu kaufen.

Hausfrauentipps für mehr Ordnung zu Hause

Und um die Hausfrauen-Tipps-Edition perfekt zu machen notiere ich auch noch meine anderen Errungenschaften:

  • Zeitsparende Bügelstation

Ich hasse Bügeln! Daher wollte ich so wenig Zeit wie möglich damit verbringen. Also habe ich in ein ratzfatz Bügeleisen* investiert.

  • Leicht zu benutzender Wischer

Ich wollte den Wischer* rausnehmen und direkt loslegen. Also musste mein altes Teil auch gehen und ein neuer einziehen.

  • Staubwischer zum schnell Wischen und danach entsorgen

Für den schnellen Wisch zwischendurch (zu mehr war ja meist keine Zeit) ist so ein Staubwischer* eine super günstige und sinnvolle Anschaffung.

  • Kisten um all das zu verstauen, was noch keinen festen Platz hat

Spielzeug, Krabbeldecke, zu klein gewordene Babyklamotten – statt sich wild irgendwo zu stapeln oder in der Wohnung zu verteilen sah es plötzlich alles erst einmal ordentlich aus, als es in Boxen* verstaut war.

  • Mehr Wäschekörbe um schneller zu sortieren

Es gibt soooooo viel mehr Wäsche! Also habe ich drei gleiche Körbe* gekauft. Meist habe ich nach Kochwäsche (Spucktücher und alles was mit Babyausflüssen getränkt war), Wolle (die teuren Wolle Seide Klamotten oder meine Pullis) und 40 Grad (alles andere) sortiert. Ein Blick hinein genügte um zu entscheiden, was heute dran war.

Hausfrauentipps für mehr Ordnung zu Hause

Dies ist natürlich eine höchste individuelle Liste. Wer hier noch Ideen für den Haushalt mit Kind hat – gerne her damit. Zwar ist inzwischen die erste schlimme Zeit bei mir vorbei, aber es gibt erstens noch genügend Mütter, die sich jetzt gerade in dieser Situation befinden, und zweitens hasse ich noch immer Hausarbeit und freue mich über Arbeitserleichterung.

Jetzt aber genug des Hausfrauen-Talks. Da fühle ich mich eigentlich gar nicht zu Hause. Nächste Woche schreibe ich nichts über Trockner, versprochen (aber vorher gehe ich ihn kurz umarmen).

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