LASST MICH RAUS! – Unterwegs mit Baby

In den ersten Wochen, so behaupten ja einige, sollte man das Haus nicht wirklich häufig verlassen. Auch ich habe mich darangehalten und es ca. vier Wochen ausgehalten, nicht aus der Wohnung zu treten.

Ich erinnere mich an meinen ersten Spaziergang zum Bäcker (alleine) nach dieser Zeit, die Welt kam mir so laut und schnell und unwirklich vor.

Das erste Mal mit Kind raus zu gehen war hingegen eine andere Nummer. An was muss man alles denken? Was muss auf jeden Fall dabei sein? Was zieh ich ihr an? Wie lange soll ich raus? Und wo packe ich sie rein?

Ich sah mich mit einer Armada von Fragen bombardiert, über die ich mir in meinem Leben noch nie Gedanken gemacht habe. Und vor allem: für die ich kein Lehrbuch lesen konnte, um mich zu informieren.

Ich packe meinen Koffer…

Als erstes, so meinte ich, bräuchte ich eine Wickeltasche. Mit vielen Fächern und Mami Gadgets, erprobt von der Industrie und dabei noch schön. Sie sollte gut zu tragen sein und Platz für alle Dinge haben, die ich mitzunehmen gedachte. Nach endloser Recherche im Internet habe ich mich dann einfach für die entschieden, die mir am besten gefallen* hat.

Das war es dann mit meinen vielen, schönen Handtaschen, die ich vorher gerne rumgetragen habe. Jetzt hatte ich eine Muttitasche. Ich fühlte mich direkt im Club.

Hier muss ich kurz erwähnen, dass meine Schwester recht hatte. Sie hatte mir vom Kauf einer Wickeltasche abgeraten und gesagt, ich solle lieber einen guten Rucksack kaufen. Ich habe mich nicht darangehalten. Wäre aber praktischer gewesen (hier* der Tipp meiner Schwester).

Meine Packliste habe ich mir an die Tür geklebt. Mein Gehirn war dank des Schlafentzugs kaum mehr in der Lage, sich an irgendetwas zu erinnern. Da brauchte ich diese Hilfestellung.

Meine Packliste

  • Windeln
  • Feuchttücher
  • Unterlage zum Wickeln
  • Wechselwäsche
  • Schnuller
  • Flasche
  • Thermoskanne mit warmen Wasser
  • Milchpulver
  • Tuch/ Spucktuch
  • Plastiktüte
  • Wasser für mich
  • Portmonee
  • Handy
  • Powerbank

Zack, da war meine Tasche auch schon voll. Wahnsinn, was man alles so mit sich rumschleppt. Gerade am Anfang, als ich mich kaum 200m von unserem Haus entfernte, hätte ich das meiste davon natürlich nicht gebraucht. Aber es war gut, es dabei zu haben.

Die Packliste habe ich übrigens auch in das Mamamindful Journal gepackt (Achtung, Wortspiel!).

Der richtige Kinderwagen

Den Kinderwagen hatten wir schon vor der Geburt gekauft. Inspiriert durch Freunde und Verwandte kam für uns eigentlich nichts anderes in Frage als der Bugaboo Cameleon*. Ein Traumteil! Ich habe schon Autos besessen, die weniger gekostet haben.

Jedes Mal wenn ich heute noch eine Mutter mit einem dieser Kinderwagen herumlaufen sehe, nicke ich wissend mit dem Kopf. Was für eine Investition! Allerdings eine, die sich wirklich gelohnt hat. So viele Stunden wie ich mit dem Kinderwagen unterwegs war, war er jeden Cent wert. Bestens zu lenken, zu schieben, umzubauen, zusammenzubauen, ich habe wirklich keinerlei Beanstandungen.

Wer sich nicht so schnell für dieses Luxusmodell entscheiden kann und will, der sollte beim Kinderwagenkauf am besten vorher eine Liste machen, was die eigenen Anforderungen daran sind. Dazu könnte zählen:

  • Ist der Lenker in der Höhe verstellbar?
  • Wie ist die Dämmung der Räder? Ist er für Stadt und Land gleichermaßen geeignet?
  • Wie funktioniert der Auf- und Abbau? Passt er in den Kofferraum?
  • Ist der Umbau zu Buggy möglich? Was kosten zusätzliche Teile dafür?
  • Gefällt mir das Design?
  • Was sagen Vergleichsstudien und Tests?
  • Lässt er sich zu einem guten Preis weiterverkaufen?

Der Kinderwagen war mein ständiger Begleiter im ersten Jahr. Es gab kaum einen Tag, wo er nicht im Einsatz war. Mein Radius der Spaziergänge nahm immer mehr zu und ich wurde mutiger. Meistens gelang es mir, die Zeiten so abzupassen, dass mein Kind schlief und nicht nur schrie. Doch den ein oder anderen Weg habe ich schon mein schreiendes Kind vor mir hergeschoben.

Insgesamt empfehle ich beim Kauf, das gewünschte Modell im Handel einmal genau unter die Lupe zu nehmen oder verschiedene Kinderwagen zu testen. So kann man die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass man mit seinem Kauf zufrieden ist.

Die richtige Tragemöglichkeit

Nachdem die Kinderwagensuche abgeschlossen war, kam mein nächstes Projekt: Tragetuch und Babytrage. Den Gedanken, mein Kind so nah am Körper zu tragen gefiel mir gut und zusätzlich habe ich mir das sehr praktisch vorgestellt. Also habe ich mir sowohl ein Tragetuch als auch eine Babytrage angeschafft.

Für das Tragetuch gibt es tolle Tutorials bei Youtube. Besser wäre noch, eine Trageberatung aufzusuchen. Die gibt es aber leider nicht in jeder Stadt. Manchmal können die Hebammen auch helfen.

Keine Sorge, das Kind erstickt nicht im Tragetuch! Das war mein einziger Gedanke bei den ersten Malen, wo ich mein Kind fest an mich wickelte. Es gibt super Tücher*, doch alle erfordern ein bisschen Übung.

Einfacher war es in der Babytrage. Meine heißgeliebte BabyBjörn Trage* habe ich bis zur letztmöglichen Belastungsgrenze benutzt. Ich hatte sie schnell umgebunden und mein Kind saß gut und sicher. Bei der Entscheidung habe ich mich an ein paar Dingen orientiert:

  • Wie leicht lässt sich die Trage anziehen und ausziehen?
  • Kann das Kind in beide Richtungen getragen werden?
  • Wie lässt sie sich verstellen, so dass beide Eltern sie benutzen können?
  • Wie sind die aktuellen Testergebnisse?
  • Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis?

Auch hier kann und sollte man mit Kind im Handel die einzelnen Möglichkeiten einmal testen, wenn man die Energie und Möglichkeit dazu hat. Nicht für jeden ist jede Trage gleich bequem oder passend.

Mit der Trage habe ich alle möglichen Haushaltsarbeiten erledigt. Mein Kind wohnte zeitweilig darin, ich habe es Stunde um Stunde geschleppt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es genossen habe.

Ich kann jedem nur raten, sich eine Tragemöglichkeit zuzulegen. Viele Kinder lassen sich davon beruhigen und genießen die Nähe. Außerdem sind beide Hände frei, um damit etwas anderes zu machen als das Kind zu halten. Auf den Kinderwagen hätte ich jedoch ebenfalls nie und nimmer verzichtet.

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