ICH WEIß WIEVIEL STERNLEIN STEHEN – Umgang mit Schlafmangel

Ich gebe zu, in der letzten Woche habe ich jetzt kein Wundermittel für einen besseren Babyschlaf vermittelt. Wenn ich könnte, ich würde es sofort. Doch meist schläft das Baby selbst in der sechsten Woche noch nicht wirklich gut.

Also bleibt die Frage, wie jetzt diese Wochen voller psychischer und physischer Belastung überstanden werden können. Hierzu habe ich einige Punkte gesammelt, die an dem eigenen Umgang mit dem Schlafmangel ansetzen. Wenn schon nichts an dem Problem an sich geändert werden kann, dann vielleicht wenigstens an dem, was verändert werden kann.

Alle Übungen findest du mit Beispielen und Worksheets in deinem Mamamindful Journal.

Strategien für einen besseren Umgang mit Schlafmangel

  • Positive Selbstansprache

Eine meiner Lieblingsübung in fast allen Lebensbereichen ist die der Positiven Selbstansprache. Manch einer sagt Affirmation dazu, Selbstverbalisation oder auch Mantra. Es sind kleine Sätze oder Wörter, die gesprochen oder gelesen werden, und so in das Bewusstsein kommen und als Gegenspieler zu den negativen äußeren oder inneren Elementen wirken können. Vielfach belegt aus verschiedenen Therapierichtungen, zum Beispiel der kognitiven Verhaltenstherapie, oder Entspannungsverfahren.

Ich möchte dich ermuntern, deine eigenen Sätze in dein Mamamindful Journal zu schreiben. Es muss nichts sein, was diese schlimme Zeit künstlich glorifiziert. Es kann etwas sein, was es aushaltbarer macht. Auch meine Beispiele habe ich dir als Inspiration hereingeschrieben.

  • Energiequellen finden

Wer nicht schläft, der muss irgendwo Energie herbekommen. Die wichtigste ist immerhin gerade versiegt. Also gilt es, über den Tag die Dinge zu identifizieren, die eher Kraft geben. Und auch diese, die noch zusätzlich Energie rauben.

Im Mamamindful Journal findest du das passende Arbeitsblatt.

Es ist natürlich sehr individuell, was als angenehm oder unangenehm erlebt wird. Was in meiner Liste als Energiefresser benannt ist, kann für eine andere Person als Energiespender erlebt werden. Daher möchte ich erneut dazu ermutigen, eine eigene Liste zu erstellen. Hier geht es um Kleinigkeiten! Gerade am Anfang sind die Aufgaben vielfältig und die Möglichkeiten der Entspannung gering. Aber kleine Dinge lassen sich immer austauschen.

  • Aktivität zieht Aktivität an

Aus der Depressionsforschung wissen wir: wer aktiv ist, hat auch mehr Energie. Wer positive Aktivitäten durchführt, der hat eine bessere Stimmung. Hier sehen wir schon einen Grund, warum es manchen Müttern anfangs so schlecht geht: fast alle Dinge, die vorher Freude bereitet haben, sind auf einmal nicht mehr verfügbar. Daran ist meist auch (erstmal!) nichts zu ändern. Aber auch hier kann wieder der Weg der kleinen Schritte gegangen werden.

Wer den ganzen Tag mit dem Baby in der Wohnung sitzt, über die Welt draußen nachdenkt oder fernsieht, der erlebt (außer der Interaktion mit dem Kind) wenig Aktivierung. Wer aber auch mal aktiv ist, der wird auch mehr Energie verspüren.

Auch wenn der Wunsch nach Ruhe groß ist, um den Tag zu schaffen ist Aktivität tatsächlich sinnvoll! Auch dies kannst du im Mamamindful Journal notieren.

  • Schlaf und Entspannung überall suchen

Auch wenn der Tag voller Aufgaben, Pflichten und vor allem voller Baby ist, sollten die Momente gezielt genossen werden, wo es einmal nicht um das Kind geht. Wenn es Im Tragetuch vor sich hinmurmelt, kann vielleicht eine kleine Achtsamkeitsübung durchgeführt werden. Entspannungsmusik kann sowohl Mama als auch Kind beruhigen. Die Umgebung achtsam zu betrachten kann den Spaziergang angenehmer gestalten. Die Hausarbeit liegen zu lassen und neben dem Baby zu dösen ist einfach herrlich. Auch wenn es scheint, als gäbe es nirgendwo einen Moment- die kleinsten Kleinigkeiten zählen!

  • Hilfe einfordern

Nicht jede hat die Möglichkeit, Hilfe zu bekommen. Meine Möglichkeiten waren zum Beispiel sehr begrenzt. Keine Familie in der Nähe, kaum Freunde in der neuen Stadt, mein Freund in einer niemals endenden Jobsituation. Trotzdem hätte ich mehr Hilfe in Anspruch nehmen können.

Ich möchte dazu ermutigen, das eigene Hilfsnetzwerk zu überprüfen und in Anspruch zu nehmen. Gerade jetzt ist die Zeit, um Hilfe zu bitten! Am besten machst du eine eigene Liste mit den Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen- die Vorlage dafür habe ich dir schon im Mamamindful Journal vorbereitet!

Dein Mamamindful Journal füllt sich immer mehr mit positiven Dingen, mit Möglichkeiten und Ideen. Selbst wenn du es nicht geschafft hast, alles zu notieren geschweige denn umzusetzen, so lass dir gesagt sein: dass du immer noch hier liest, ist schon für sich genommen super. Dieser Blog soll dir nicht zusätzlich Arbeit machen- du hast eh schon genug zu tun. Er soll dir guttun.

Und sollte dein Kind jetzt gerade schlafen während du das liest:

Mach schnell auch die Augen zu.

Wenn du die Worksheets und Infosheets direkt anschauen möchtest, klicke hier.


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